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6. Juli 2012

Neues Patenkind, neuer Quilt

Etwas ist in meiner Sommerpause natürlich trotzdem entstanden. So ganz ohne geht es halt nicht.
Juhu, ich habe seit vier Tagen ein neues Patenkind und das musste natürlich gebührend benäht werden. Also habe ich der kleinen Maus eine Krabbeldecke gezaubert. Nicht ganz so aufwendig wie der Kommunionquilt für meine große Patentochter, aber ähnlich in der Farbgebung, und vor allem, schön fluffig und kuschelig.
Einziger Makel: Leider hat sich die Decke beim Quilten an einer Naht etwas verzogen und ist an einer Stelle etwas schief geraten, aber naja, das ist eben die Imperfektion des Handgemachten.


26. März 2012

Der laaaaaange Weg zum Quilt (3)

Bevor ich mit dem Quilten angefangen konnte, musste ich erstmal in einem Quiltforum um Anregungen bitten, denn irgendwie war ich mir plötzlich so gar nicht mehr sicher was ich eigentlich will.
Nach drei langen Tagen anschauen, überlegen, Tipps einholen, hin und her drehen, brüten, weglegen, wieder rausholen, anstarren und auf Inspiration warten, wusste ich endlich, wie ich es machen werde.
Ich fing also erstmal an die elf einfarbigen Kreise im Nahtschatten zu quilten, was schon die erste qualvolle Arbeit war. Im Freihandquilten bin ich nicht geübt und akurat genug um das zu schaffen, und bei jedem Kreis die gesamte Decke unter die Maschine zu kriegen und während des Nähens zu drehen war ein unendliches Gewürge. Nach vielen Stunden war das dann endlich zufriedenstellend gelungen.
Aber nicht, daß ich hätte aufatmen können, es warteten ja noch weitere 32 Halb- und Dreiviertelkreise auf dieselbe Behandlung, was mir ein bißchen den Schweiß auf die Stirn trieb. Wobei ich im Nachhinein sagen muß, das war einfacher als eine volle Runde und ging mir auch viel schneller von der Hand. Ich brauchte also nur etwa die gleiche Zeit für die 32, wie vorher für die 11 Kreise.

Juhu, jetzt war wirklich mal ein Bergfest angesagt und ich legte das Teil beruhigt für etwa 2 Wochen in die Ecke und rührte es nicht an. Ich brauchte dringend eine quiltfreie Phase, ich fing schon an davon zu träumen. Außerdem hatte ich auch mal wieder ein paar andere Dinge zu erledigen, mein Mann fing schon an zu maulen und nannte mich besessen.

Letzte Woche war ich dann wieder bereit für "mein Baby". Ich wollte gerne noch die weißen Stellen stippeln, also runterquilten, damit die Kreise auch richtig schon hervorspringen gegenüber dem Hintergrund. Ich hatte zwar bis dahin schon viel geübt und auch kleine Teile, wie Kissen, Kosmetiktäschchen, etc. gestippelt, war aber dann doch etwas unsicher, ob ich das auch mit dem großen Stück unter der Maschine schaffen werde.
Nach einer halben Stunde Spielerei mit der Fadenspannung hatte ich endlich die optimale Einstellung gefunden, damit nicht dauernd der Faden reißt beim Quilten.

Los gings, große Anschiebefläche schaffen, rutschfeste Handschuhe an, und ... riesige Überraschung, das Stippeln klappte dermaßen reibungslos, ich konnte es gar nicht glauben. Wieso hatte ich davor eigentlich immer soviel Respekt?



Nach drei Abenden mehr oder weniger intensiver Arbeit war es vollbracht, genäht, gequiltet und die Fäden vernäht. Jetzt warteten nur noch 7 Meter Binding darauf die Decke zu umranden.


Das war eher unspektakulär und ging schnell, nur die Rückseitennaht kostete mich nochmal einen langen Abend gemütliches Sticheln vor dem Fernseher.

Und hier ist das kostbare Stück.



Muß ich das schöne Teil wirklich verschenken, schluchz? Naja, er wird meine Nichte hoffentlich viele Jahre lang begleiten, das ist es wert.

Irgendwie fühle ich mich ein bißchen leer, ich muß mir jetzt erstmal neue Projekte suchen um diese Lücke zu füllen.

Soviel also zu meiner ersten richtigen Quilterfahrung, danke fürs Lesen und Mitleiden.

23. März 2012

Der laaaaaange Weg zum Quilt (2)

... gewaschen, getrocknet, gebügelt, jetzt kann es endlich losgehen mit dem Zuschneiden.
260 kleine Teile müssen es werden, da läuft schon mal der Rollschneider heiß. Nach zwei Stunden Arbeit ist es vollbracht und vor mir liegt ein kleiner, feiner Haufen Zuschnitte.



Jetzt kommt der Teil der Arbeit, den ich am meisten hasse, STECKEN. Gerade Nähte stecke ich vorher nicht mehr, das klappt ja auch ohne Nadeln sehr gut. Leider habe ich mich beim Muster für Kreise entschieden, was leider gesteckt werden muss, damit die Blöcke hinterher auch akurat und die Kreise auch wirklich rund sind. Also los, Augen zu und durch.


Hier musste ich in 10er Schritten arbeiten, 10 Stücke stecken und dann zusammennähen, dann wieder stecken und nähen, sonst wäre ich durchgedreht :-)
Und jetzt ran an das Bügelbrett und alle Blöcke ordentlich bügeln.


Juhuu, jetzt kann ich endlich die Blöcke so auf dem Boden auslegen, damit ich einen ersten Eindruck davon bekomme, wie es am Ende aussehen wird. Naja, mir bleibt auch gar nichts anderes übrig, sonst weiß ich nämlich nicht wie sie zusammen gehören. Hoffentlich gibt es den erhofften Wow-Effekt und nicht große Enttäuschung.
So dann mache ich mich mit meiner Skizze mal ans Puzzlen. Und ...*trommelwirbel*, glücklicherweise Wow nicht Autsch.


Da bin ich doch gleich richtig motiviert die "Puzzleteile" zusammenzunähen. Immer schön vier Teile zum Quadrat, so daß man immer größere Quadrate aneinander näht. Am Anfang war das ja noch recht einfach, die Kreise waren offensichtlich gut gesteckt und genäht, denn es trafen eigentlich alle Nähte ziemlich sauber aufeinander. Je größer die Quadrate allerdings wurden, mussten mehr Nähte aufeinander treffen und da war es schon das ein oder andere mal nötig zu tricksen und zu kaschieren. Alles in allem hat es aber ohne größere Pannen gut geklappt.
Ich war so im Arbeitsrausch, daß ich bei einigen Arbeitsschritten völlig vergessen habe Fotos zu machen. So enstand zum Beispiel die Bordüre aus den bunten Stoffquadraten komplett undokumentiert. Erst als ich das Top komplett fertiggestellt hatte kam mir das wieder in den Sinn.


Jetzt fehlt nur noch das Quilten, wobei das Wort NUR hier eigentlich fehl am Platz ist, aber davon mehr beim letzten Teil meiner Quiltenstehungsgeschichte.

15. März 2012

Der laaaaaange Weg zum Quilt (1)

Ich quilte jetzt schon eine ganze Weile, aber immer nur kleine Sachen wie z.B. Kissenhüllen. Jetzt habe ich mich zum ersten Mal an eine Tagesdecke (Größe 1,40 x 2,20m) gewagt. Der Anlass ist die Kommunion meines Patenkindes, schließlich will man da ja mal was richtig bleibendes schenken.

Schon das Design hat mich mehrere Stunden gekostet: Was will ich überhaupt, wie groß soll er werden,  wie ordne ich die Blöcke an, welche Farben harmonieren miteinander, ist das nicht zu kindlich, ist das nicht zu erwachsen ...? Fragen über Fragen. Es hat mich etwa 20 Entwürfe (per Hand gemalt) gekostet, bis ich endlich das perfekte Stück in Händen hielt. Hier nur eine kleine Auswahl, der zum Teil völlig misslungenen Kunstwerke.


So war also endlich die erste Hürde genommen.

Leider hatte ich dann auch eine ziemlich genau Vorstellung davon wie die Stoffe aussehen sollen, das nächste große Problem war geboren, die Stoffsuche.

Habt Ihr schon einmal probiert etwa 30 Stoffe zu finden, die zwar nicht genau zusammen passen, aber auf jeden Fall miteinander harmonieren müssen? Das Internet ist da keine wirkliche Hilfe, denn die Farben sind immer etwas anders als es auf dem Bildschirm aussieht. Also musste ich mal wieder Stoffläden aufsuchen. Etwas, das ich zugegebenermaßen sonst nicht mehr so häufig tue. Berlin hat da ja wirklich genug zu bieten, allerdings muß man dafür von einem Stadtbezirk zum nächsten düsen, was zeitraubend und kilometerfressend ist und mehrere Tage in Anspruch nimmt. Insgesamt habe ich etwas 8 Stoffgeschäfte verschlissen, bis ich alles beisammen hatte. In den letzten Geschäften habe ich dann schon nichtmal mehr auf die Preisschilder geschaut, ich war einfach nur erleichtert die richtigen Stoffe zu finden, ich hätte fast jeden Preis gezahlt. Ich war aber auch kompromisslos bei meiner Wahl, schließlich soll das gute Stück perfekt werden.
Und das ist die Ausbeute.


Jetzt aber erstmal in die Waschmaschine ihr hübschen Fetzen, ein Arbeitsgang der mich wirklich ausbremst. Am liebsten möchte ich nämlich immer sofort loslegen.

Fortsetzung folgt ...


19. Dezember 2011

Tischläufer oder Mitteldecke?

...irgendwas dazwischen wohl. Das gute Stück liegt mittlerweile bei meiner Schwester auf dem neuen Esstisch und wurde sogar von meinem kritischen Neffen für schön befunden, mehr Lob und Ehre geht nicht :-)
Ich hatte mal wieder Lust zu patchen und zu quilten, dabei sollte er aber trotzdem nicht zu wild und "schnörkelig" werden. Farblich konnte ich mit rot und schwarz nichts verkehrt machen, das wusste ich. Also habe ich einfach mal drei verschiedene Blöcke gezaubert, ohne eigentlich zu wissen, wie das Ganze hinterher aussehen soll. Am meisten Zeit hat mich eigentlich die Entscheidung gekostet, wie ich die Blöcke versetzt zusammennähen soll, denn eigentlich wollte ich das ganze Stück quilten. Aber irgendwie klappte das alles nicht so, als habe ich letztlich jeden einzelnen Block für sich gequiltet und am Schluß per Hand zusammengenäht. Voilá!


21. Mai 2011

Spielteppich

Mein Patenkind spielt leidenschaftlich gerne mit Ihrer Sammlung von Schle*ch-Elfen. Jetzt steht zufällig gerade ihr Geburtstag an und was könnte ich da besseres schenken, als einen passenden Spielteppich. Also habe ich gestern den halben Tag (bzw. Nacht) nur damit verbracht das gute Stück anzufertigen. Gut, daß der Rest meiner Familie übers Wochenende ausgeflogen ist, sonst hätte ich wohl nicht soviel Zeit investieren können.
Ausnahmsweise habe ich mal Fotodruckstoffe benutzt und auch wenn die Proportionen nicht so ganz stimmen, finde ich es hier passend. Als kleines plastisches Element wollte ich unbedingt ein paar Seerosen in den See setzen, hatte aber keine Idee, wie ich die aus Stoff hinkriegen soll, in dieser "Winzigkeit". Also habe ich kurzerhand Leder genommen, das kann man kleben und es franst nicht aus. Damit der Teppich aber waschbar bleibt, habe ich die Seerosen und Blätter mit Klettband versehen und somit kann man sie vor dem Waschen abnehmen.
Am Schluß war mir das Ding dann etwas zu "wabbelig", also habe ich noch ein dünnes Volumenvlies eingelegt und schnell mit der Maschine gequiltet.
Da wird sich meine Elfenkönigin hoffentlich über ihren neuen Elfengarten freuen!



Größe etwa 90 x 90cm

30. Januar 2011

Meine erste Handquiltarbeit

Etwas das ich schon immer mal lernen wollte ... Handquilten!
Da die rote Ledercouch meiner Mutter dringend ein Kissen zur Aufhübschung brauchte, war das also mein erstes Projekt. Eigenlob stinkt zwar, aber ich finde, fürs erste Mal ist das ganz ordentlich geworden. Und obwohl das wirklich eine mühselige Arbeit ist hat es mit unglaublich viel Spaß gemacht. Gemütliches Sticheln vor dem Fernseher, ohne daß dabei ständig die Nähmaschine rattert, hat auch was für sich. An der Gleichmäßigkeit der Stiche muß ich zwar noch ein bißchen arbeiten, aber das wird schon noch. Jedenfalls bin ich jetzt erst richtig angefixt und das war mit Sicherheit nicht mein letzter Ausflug zum Hanquilten.

Vorderseite
Rückseite ... oder andersrum

16. Januar 2011

Piratendecke

Eine Krabbeldecke als Geburtsgeschenk für meinen liebsten kleinen Piraten (nach meinen eigenen natürlich)!
Mein erster Quilt, weit entfernt von technisch perfekt, aber was ein Glück sind kleine Kinder ja nicht so anspruchsvoll!!